Dass Privatdetektive viel rauchen, ist keine Überraschung. Doch es gibt eine Berufsgruppe, die sich noch viel häufiger eine Kippe anzündet. 


 

Ein Mann sitzt in seinem dunklen Wagen. Neben ihm zerknüllte Burgerkartons, im Mund eine Kippe. Ab und zu nimmt er sein Fernglas in die Hand und sieht nach, ob die Frau endlich mit ihrem heimlichen Lover das Hotel verlässt.

So weit – so klischeehaft. Doch laut dem neuen Tabakatlas stimmt zumindest eine Sache in dieser Geschichte: Privatdetektive mögen Zigaretten. 55 Prozent von ihnen sind Raucher. Bei den Frauen sind es 50 Prozent.

Berufsgruppen mit dem höchsten Raucheranteilen

Berufsgruppen mit den höchsten Raucheranteilen – © Deutsches Krebsforschungszentrum

Diese Graphik lässt mich ratlos zurück. Warum rauchen ausgerechnet Möbelpacker wie Schornsteine? Gibt es da einen Sponsoringvertrag mit Marlboro, von dem wir nichts wissen? Fest steht: Möbelpacker sind die neuen Marlboro-Männer. Vergesst den Cowboy.

Ärzte sind besser als ihr Ruf.

Bei den Frauen sieht es fast genauso aus. Da sind jedoch die Privatdetektivinnen ganz oben, wahrscheinlich, weil es einfach keine weiblichen Möbelpacker gibt:

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Berufsgruppen mit den höchsten Raucheranteilen (Frauen) – © Deutsches Krebsforschungszentrum

Die Raucherfibel entlastet dafür eine Berufsgruppe, die unter dem Verdacht steht, sich besonders ungesund zu verhalten, obwohl sie es doch besser wissen müsste: Ärztinnen und Ärzte. Sie gehören zu den Angestellten, die am seltensten rauchen (Männer: 14 Prozent, Frauen 11 Prozent).